Video: Rollstuhl Hund Zuggerät

Bei Begleithunden,Assistenzhunden handelt es sich um Hunde, die dazu ausgebildet sind Hilfestellungen zu leisten oder bestimmte Aufgaben für ihren Menschen mit Handicap zu übernehmen. Der Behindertenbegleithund ist in Deutschland leider noch immer weitestgehend unbekannt. Eher bekannt ist nur der Blindenhund.

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass solch gut ausgebildeten Hunde eine unbeschreibliche Bereicherung für ihre Menschen sind und zu wesentlich mehr Selbständigkeit verhelfen können. Jeder Assistenzhund ist dabei so einzigartig wie sein Besitzer denn er wird entsprechend der körperlichen Voraussetzungen seines Besitzers ausgebildet.

Hier z.B. wird Paco gerne auch als Zuggerät eingesetzt dies ist gut für den Hund (rassebedingt) und natürlich für das Herrchen..

Ein Behidertenbegleithund kann zum Beispiel folgende Hilfestellungen leisten:

  • Gegenstände wie  z. B. Handy, Schlüssel, Stifte oder auch Geldscheine aufheben oder heran bringen
  • Türen öffnen
  • Hilfestellung beim An- und Auskleiden geben
  • Schubladen öffnen
  • Lichtschalter / Aufzugknöpfe betätigen
  • Tragen von Packtaschen
  • das Ziehen des Rollstuhls über kurze Strecken

Neben den praktischen Hilfen im Alltag haben solche Hunde nachweislich sehr positiven Einfluss auf das psychische und physische Wohlbefinden ihrer Menschen. Besonders bei Kindern konnten schon große Erfolge erzielt werden die für sich sprechen.

Mehr Lebensfreude und Selbstbewusstsein aber auch kleine motorische Erfolge konnten wir schon in Sankt Peter Ording miterleben.

Euer behindert-barrierefrei Team

Vorheriger Beitrag
Vila Vita Anneliese Pohl Seedorf Ganzlin barrierefrei
Nächster Beitrag
Über 5 Millionen Besucher mit eigenen Videos auf behindert-barrierefrei e.V.

6 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Anke Görlinger und Eva Behnke
    31. Mai 2018 18:04

    Sehr geehrter Herr Fleiner,

    auf der Facebookseite einer Assistenzhundeschule wurde vor einigen Tagen ein Video Ihrer Homepage gezeigt, auf dem ein Rollifahrer zu sehen ist, der sich von seinem Hund ziehen lässt ( 19.5.18). Bei der Durchsicht weiterer Videos Ihrer Seite zum Thema Begleithund gibt es noch ein Video mit einem Rollifahrer, der mit seinem Hund eine Rolltreppe bewältigt ( 6.5.13).

    Wir finden Ihre Homepage sehr informativ, und sie stellt sicher eine gute Informationsquelle für alle Betroffenen dar. Auch die Beschäftigung mit dem Thema Rollibegleithund ist für viele, die sonst möglicherweise noch nichts mit Hunden zu tun hatten, sicher ein interessantes Thema. Umso wichtiger ist es aber auch, hier wirklich nur sinnvolle und vor allem unbedenkliche Beispiele vorzustellen und auch auf mögliche Gefahren hinzuweisen.

    Das Video mit dem „ Zughund“ ist kein gutes Beispiel für den Einsatz eines Hundes. Zum einen ist die dargestellte Hunderasse zwar eine sehr motivierte und begeisterungsfähige Arbeitsrasse, aber diese Hunde sind Hütehunde und keine Zughunde wie beispielsweise Berner Sennhunde. Sie sind ausdauernd, unermüdlich und schnell zu begeistern, aber sie besitzen mit ihrem verhältnismäßig zierlichen Körperbau und ihrem recht niedrigen Gewicht überhaupt nicht die Physiognomie als Zughund. Dazu wird der hier dargestellte Hund sogar noch mit einer Leine am Halsband zum Ziehen motiviert, was aus tiermedizinischer Sicht höchstgradig bedenklich ist! Der Hund gerät unter Zug ständig in Luftnot, weil die Luftröhre, die Hauptversorgungsgefäße zum Kopf und auch das Zungenbein unter massiven Druck gesetzt werden und zusätzlich auch dauerhaft Schaden nehmen können. Der regelmäßige Einsatz dieses Hundes unter diesen Bedingungen muss daher durchaus als tierschutzrelevant bezeichnet werden. Es gibt sehr gute Zuggeschirre, die bei Hunden von mindestens 25 kg Körpergewicht und entsprechendem Körperbau bei einem leichten Rolli und einer leichten Person zum Einsatz kommen könnten, wenn es denn sein muss. Generell sollte eine derartige Nutzung des Hundes nur in Ausnahmefällen und kurzzeitig erfolgen. Es wäre schön, wenn Sie den Autor des Videos und auch Ihre Follower über diese Zusammenhänge informieren würden.
    Assistenzhunde leisten einen tollen Beitrag zur verbesserten Mobilität ihrer betroffenen Menschen und sollten sehr pfleglich und verantwortungsvoll behandelt werden und diese Botschaft sollte auch an Hundeanfänger transportiert werden. Wir würden uns im Namen der Hunde freuen, wenn Sie diese Videos mit entsprechender Aufklärung versehen und bei neuen Videos diese Aspekte mit berücksichtigen würden und werden Ihre Seite weiter aufmerksam begleiten. Gern stehen wir auch für weitere Fachfragen beratend zur Verfügung.

    Viele Grüße

    Dr. Anke Görlinger
    Eva Behnke
    Tierärztinnen mit Zusatzbezeichnung Verhaltenstherapie

    Antworten
  • Dr. Anke Görlinger
    27. Mai 2018 7:08

    Dr. Anke Görlinger, München und Eva Behnke, Lingen
    Tierärztinnen mit Zusatzbezeichnung Tierverhaltenstherapie

    Mai 2018

    Sehr geehrter Herr Fleiner,
    auf der Facebookseite einer Assistenzhundeschule wurde vor einigen Tagen ein Video Ihrer Homepage gezeigt, auf dem ein Rollifahrer zu sehen ist, der sich von seinem Hund ziehen lässt ( 19.5.18). Bei der Durchsicht weiterer Videos Ihrer Seite zum Thema Begleithund gibt es noch ein Video mit einem Rollifahrer, der mit seinem Hund eine Rolltreppe bewältigt ( 6.5.13).
    Wir finden Ihre Homepage sehr informativ, und sie stellt sicher eine gute Informationsquelle für alle Betroffenen dar. Auch die Beschäftigung mit dem Thema Rollibegleithund ist für viele, die sonst möglicherweise noch nichts mit Hunden zu tun hatten, sicher ein interessantes Thema. Umso wichtiger ist es aber auch, hier wirklich nur sinnvolle und vor allem unbedenkliche Beispiele vorzustellen und auch auf mögliche Gefahren hinzuweisen.
    Das Video mit dem „ Zughund“ ist kein gutes Beispiel für den Einsatz eines Hundes. Zum einen ist die dargestellte Hunderasse zwar eine sehr motivierte und begeisterungsfähige Arbeitsrasse, aber diese Hunde sind Hütehunde und keine Zughunde wie beispielsweise Berner Sennhunde. Sie sind ausdauernd, unermüdlich und schnell zu begeistern, aber sie besitzen mit ihrem verhältnismäßig zierlichen Körperbau und ihrem recht niedrigen Gewicht überhaupt nicht die Physiognomie als Zughund. Dazu wird der hier dargestellte Hund sogar noch mit einer Leine am Halsband zum Ziehen motiviert, was aus tiermedizinischer Sicht höchstgradig bedenklich ist! Der Hund gerät unter Zug ständig in Luftnot, weil die Luftröhre, die Hauptversorgungsgefäße zum Kopf und auch das Zungenbein unter massiven Druck gesetzt werden und zusätzlich auch dauerhaft Schaden nehmen können. Der regelmäßige Einsatz dieses Hundes unter diesen Bedingungen muss daher durchaus als tierschutzrelevant bezeichnet werden. Es gibt sehr gute Zuggeschirre, die bei Hunden von mindestens 25 kg Körpergewicht und entsprechendem Körperbau bei einem leichten Rolli und einer leichten Person zum Einsatz kommen könnten, wenn es denn sein muss. Generell sollte eine derartige Nutzung des Hundes nur in Ausnahmefällen und kurzzeitig erfolgen. Es wäre schön, wenn Sie den Autor des Videos und auch Ihre Follower über diese Zusammenhänge informieren würden.
    Genauso gefährlich verhält es sich mit dem Hund auf der Rolltreppe. Der Hund ist kurz angeleint und befindet sich direkt hinter dem Rollstuhl. Bei einem Abrutschen des Rollstuhls würde der angeleinte Hund unter ihm begraben werden und hätte keinerlei Möglichkeit, diesem Geschehen auszuweichen. Außerdem bergen Rolltreppen die Gefahr, dass länger befellte Pfoten in die Rolltreppenmechanik eingezogen werden könnten, was zu schweren Verletzungen der Pfoten führen kann. Wenn also Rolltreppen mit Hunden genutzt werden sollen, dann nur mit einem Pfotenschutz, wie beispielsweise Booties und niemals verbunden mit der gezeigten Position und Fixierung des Hundes. Es ist durchaus verständlich, wenn körperlich fitte Rollifahrer diese „Herausforderung“ der Rolltreppen gegenüber dem herkömmlichen Weg durch einen Aufzug bevorzugen, aber sie sollten es bei einer Gefährdung ihrer eigenen Person belassen und nicht noch ihren Hund mit einbeziehen. Auch hier wäre von Ihrer Seite unbedingt ein Hinweis erforderlich. Assistenzhunde leisten einen tollen Beitrag zur verbesserten Mobilität ihrer betroffenen Menschen und sollten sehr pfleglich und verantwortungsvoll behandelt werden und diese Botschaft sollte auch an Hundeanfänger transportiert werden. Wir würden uns im Namen der Hunde freuen, wenn Sie diese Videos mit entsprechender Aufklärung versehen und bei neuen Videos diese Aspekte mit berücksichtigen würden und werden Ihre Seite weiter aufmerksam begleiten. Gern stehen wir auch für weitere Fachfragen beratend zur Verfügung.
    Viele Grüße
    Dr. Anke Görlinger
    Eva Behnke

    Antworten
  • Bettina Riam
    20. Mai 2018 17:59

    Bitte unbedingt ein gutes Geschirr besorgen. Am Halsband ist das gar nicht gut.

    Antworten
  • Bitte besorgt dem Tier ein Geschirr, oder wollt ihr das er Haltungsschäden bekommt oder Porbleme mit der Luft/Speideröhre. Mal bitte eine Minute nachdenken. Der Collie zieht eine große Last

    Antworten
  • Sorry aber am Halsband ziehen…

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

19 − sechzehn =

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

0
Abonnenten bei YouTube Kanal barrierefrei1
Menü