Video: Querschnitt Rollstuhl elektrisches Skelett Test

Ein Roboter lässt Gelähmte laufen?

Für manchen Rollstuhlfahrer scheint ein Lebenstraum in greifbare Nähe gerückt: Die ersten Schritte auf eigenen Beinen – ein neuer Roboter soll es möglich machen.

“Ich bin wieder auf Augenhöhe mit Euch!”
In der Reha-Version geht ein Helfer hinter dem Patienten, steuert die Schritte über eine Fernbedienung. Vier Motoren bewegen die Beine des Exoskeletts. Testpilot und Botschafter von ekso BIONICS Sebastian Erhardt ist schon einen Schritt weiter: Mit den Krücken kann er selbst seine Schritte steuern. “Diese fantastische Technik hat mein Leben verändert. Sie gibt mir eine neue Chance”, sagt mir Sebastian und strahlt die Zuhörer an: “Ich bin wieder auf Augenhöhe mit Euch!”“

Ansätze für Robotik haben Vorteile
Das biblische Wunder, Lahme zum Gehen zu bringen oder ihnen wenigstens mehr Mobilität zu verschaffen, beschäftigt Ärzte und Forscher seit langem.

Das Exoskelett kann bei unterschiedlichen Ausprägungen von Querschnittlähmungen (Paraplegie) verwendet werden. Für die Therapie werden zunächst die gepolsterten Schienen des Exoskeletts mit Klettverschlüssen an Becken und Beinen des Patienten befestigt. Diese Schienen sind über Gelenke miteinander verbunden und übernehmen die Stützfunktion der Muskeln. Am Oberkörper werden ein Bauchgurt und Schultergurte befestigt und geben zusätzlich Stabilität. Der Physiotherapeut steht unterstützend hinter dem Patienten und startet über eine Tastatur das Trainingsprogramm.

Vier kleine Motoren an der Hüfte und den Knien helfen Jens Fröhlich, aus der Sitzposition in den Stand zu gelangen. Sobald der Kreislauf stabil ist, kann mit dem Gehen begonnen werden. „Rechter Fuß los in drei, zwei, eins Sekunden“, gibt die begleitende Physiotherapeutin die Anweisung. Mittels Gewichtsverlagerung steuert Jens Fröhlich seine ersten Schritte. „Es ist komisch, wieder zu stehen“, findet der Forstwirt, der seit einem Unfall im Februar querschnittgelähmt ist. Das Exoskelett unterstützt ihn mal stärker, mal schwächer, je nachdem, wie viel Hilfe er braucht. Fast jeden Tag bis zu einer Stunde „trainiert“ Sebastian Erhardt im Exoskelett.

„Entscheidend für den Trainingserfolg ist, dass der Patient selbst durch Gewichtsverlagerungen das Exoskelett bewegt, nicht das Gerät den Menschen“

Euer behindert-barrierefrei Team

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