Video: Neu Zuggerät Rollstuhl MySlave Updade 2016

Update Rollstuhl Zuggerät „MySlave“ 2016 1.1

 

„Wir möchten damit die urbane Mobilität fördern“, sagt Projektleiter Michael Schwarz von Rehability Heidelberg und ergänzt: „Der MySlave ist ein Lifestyle-Produkt.“ Das ist dem City-Flitzer auch gelungen, denn er ist einfach anders: Sein Akku hat lediglich die Größe einer großen Thermosflasche und sieht mit seiner in mattem Silber beschichteten Hülse auch so aus (Akku in zwei Größen erhältlich). Der Unterbau wird in zehn verschiedenen Farbkombinationen geliefert, aber auch er bleibt schmal und handlich. Man kann das Teil mit einer Hand heben.

Leichtgewicht für den Citytrip: Das Zuggerät „MySlave“

Der Kleine wiegt nur 8,4 Kilo, sein Preis ist ebenfalls erstaunlich klein und das Design fällt aus dem Rahmen. Damit ist das Rollstuhl-Zuggerät MySlave eine der interessantesten Neuheiten 2016.

Während der MySlave in der Stadt seine Vorteile voll entfalten kann, muss er bei einer Landpartie auf unebenem Waldboden passen. Viel Gewicht hat er nicht, d. h. sein Vorderrad dreht relativ schnell durch. „Da sind andere Geräte stabiler, aber dafür ist er auch nicht gedacht“, so Schwarz. Gedacht sei das Gerät nach einer Idee seines Kollegen Michael Heil für den Citytrip und den unkomplizierten Transport; etwa das schnelle und leichte Verladen in den Kofferraum, wo er nur wenig Platz für sich beansprucht.

Die Daten:

Motor: 200 Watt
Reichweite: ca. 20 km je nach Akugröße
Geschwindigkeit: max. 15 km/H
Steigung: ~ 18° je nach Untergrund
Auszugslänge: 130 mm
LED-Display

Beleuchtung nicht inklusive

Ein interdisziplinäres Projekt
Gemeinsam mit dem Fahrradhersteller Mitteldeutsche Fahrradwerke AG – MIFA setzte Rehability innerhalb von zwei Jahren Projektlaufzeit einen Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie um. Die Mission: Ein Zuggerät, das dem Wirtschaftlichkeitsgebot gerecht wird und dessen Entwicklung Arbeitsplätze schafft oder erhält. „Wir haben bewusst mit der MIFA kooperiert und nicht mit dem Reha-Markt, um preislich im Rahmen zu bleiben“, erklärt Schwarz.

Ein weiterer Partner war von Beginn an die Firma Constantin GmbH in Berlin mit dem Part Design und Controllerauslegung. Und der Name? Schwarz ist darauf schon öfter angesprochen worden: „Das ist keine Wertung – es ist ja kein Mensch. Es ist ein untergeordnetes Gerät, ein Diener.“
… losfahren!

Für die Handhabung des MySlave braucht es Oberkörperkontrolle und Armkraft. Die Koppelstange wird in Knöchelhöhe befestigt und das Gerät daran adaptiert, was schnell und mühelos gelingt. Bei der Lenkung fällt ein Widerstand auf, der von der jeweiligen Einstellung der Geschwindigkeit abhängt. Für Tetras bietet Rehability einen Daumengasring / Drehgriff mit Carbon-Gabel als Extra an, ebenso eine spezielle Bremse oder stabilisierende Elemente. „Eine Hilfsmittelnummer werden wir nicht beantragen, aber aufgrund seines Preises wird der MySlave für die Kassen trotzdem interessant sein“, sagt Schwarz voraus.

REHABILITY Reha-Fachhandel GmbH
Am Taubenfeld 39
69123 Heidelberg
Tel.: 06221 70 54 – 0

Euer behindert-barrierefrei Team

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3 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Ich habe selbst den Myslave von der Krankenkasse bekommen. Es war zwar etwas schwierig weil die Krankenkasse meinte wir zahlen nichts wenn das Fahrzeug keine Hilfsmittelnummer hat. Ich habe Ihnen gesagt, das es die Möglichkeit der Einzelfallendscheidung gibt sie wollte zunächst nicht davon wissen. Erst als ich einen Anwalt eingeschaltet habe kamen sie zur Vernunft und zahlten mir den Myslave 1.1

    Antworten
    • Ingo Schulze
      5. Oktober 2016 15:52

      Hallo Herr Frank

      ich bin nach längerer Suche nach einem Ersatz für meinen kleinen E-Scooter (24 Kg ohne Akkus), den ich kaum noch in’s Auto bekomme, beim MySlave/MySkate angelangt.
      Dazu hätte ich einige Fragen:
      – hat Ihre Krankenkasse nach dem Anwaltsschreiben sofort eingewilligt oder war es ein längerer Kampf ?
      – hatten sie vorher schon einmal einen E-Rolli bewilligt bekommen ?
      – wie zufrieden sind Sie mit dem Teil ?
      Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar

      Mit freundlichen Grüßen
      Ingo Schulze

      Antworten
  • Der Preis ist erstaunlich klein..
    Ja nun weiß ich aber immer noch nicht was das Gerät nun wirklich kostet und ob es auch von der Krankenkasse übernommen wird?!
    Gruß Dirk

    Antworten

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