Video: Tipps Fliegen mit dem Rollstuhl

Fliegen mit dem Rollstuhl

Da Willi und ich regelmäßig mit unseren Rollstühlen fliegen wollen wir euch ein paar wichtige Informationen vor dem Abflug geben:

Reiseplanung

Wichtig ist, dass Sie Ihr Reisebüro bzw. die Gesellschaft, mit der Sie fliegen, rechtzeitig darüber informieren, in welchem Umfang Sie Hilfe benötigen. Dort erhalten Sie auch weitere Auskünfte über Ihre Betreuung. Ihre Fluggesellschaft trifft die entsprechenden Vorbereitungen und beantragt für Sie beim Flughafen die Durchführung der erforderlichen Hilfsdienste.

Mobilitätseingeschränkte oder behinderte Fluggäste, die Betreuung am Flughafen benötigen, werden gebeten sich voranzumelden.

  • mindestens 48 Stunden vor Abflug
  • bei der Fluggesellschaft
  • beim Reiseveranstalter

Die frühzeitige Anmeldung dient der rechtzeitigen Weiterleitung der Informationen an den Betreuungsservice.

Manuelle Rollstühle und Elektrorollstühle

ANMELDUNG IHRES ROLLSTUHLS

Eigens mitgeführte Rollstühle sind bei der Fluggesellschaft unter Angabe der Maße (Höhe, Breite und Gewicht) anzumelden. Detaillierte Informationen zu der Mitnahme Ihres Rollstuhls erhalten Sie von der Fluggesellschaft bzw. vom Reiseveranstalter.

Falls Sie mit einem batteriebetriebenen Rollstuhl reisen, informieren Sie sich bitte über den eingesetzten Batterietyp und geben Sie diesen bereits bei der Flugbuchung an.

Sicheres Verpacken gilt für alle Rollstühle, Hilfsmittel, Scooter:

Da wir immer wieder feststellen müssen dass mit unseren Rollstühlen nicht sorgfältig umgegangen wird empfehlen wir den Rollstuhl sicher zu verpacken !!

Blindenhunde

Blinden- und Begleithunden sind in allen Terminals erlaubt. Ob Blinden- und Begleithunde mit in die Kabine genommen werden dürfen, ist bei der jeweiligen Airline zu erfragen.

Vergünstigungen für Schwerbehinderte und Begleiter bei Flügen

Wer vom Nachteilsausgleich im ÖPNV und der Bahn verwöhnt ist, wird hier enttäuscht: in aller Regel gibt es kaum Vergünstigungen für Menschen mit Behinderungen bei Airlines. Lediglich die Sitzplatzreservierung ist bei den meisten Airlines kostenlos. Und ganz wichtig: der Rollstuhl zählt nicht als Gepäck!

Der Transport des Rollstuhls im Flugzeug darf weder berechnet werden noch auf die vertragliche Menge an Freigepäck angerechnet werden.
Positiv hervorzuheben ist hier einzig AirBerlin: Begleitpersonen von Passagieren mit Schwerbehindertenausweis und eingetragenem Merkzeichen „B“ (oder vergleichbar) zahlen bei airberlin auf innerdeutschen Flügen nur die Steuern und Gebühren sowie die Service Charge.
AirBerlin ist damit nach meinem Kenntnisstand die einzige Airline in Deutschland, die wenigstens auf Inlandsflügen Begleiter kostenlos befördert und damit die entsprechende Empfehlung der Europäischen Kommission immerhin teilweise umsetzt.

SSR-Codes für Menschen mit Behinderung

  • BDGP – Blinder oder sehbeeinträchtiger Fluggast mit Blindenhund – keine weitere Assistenz benötigt.
  • BDGR – Blinder oder sehbeeinträchtiger Fluggast mit Blindenhund – Begleitung vom Terminal zum Flugzeug und zurück erforderlich.
  • BLND – Fluggast blind.
  • BLDP – Blinder oder sehbeeinträchtiger Fluggast ohne Blindenhund oder Begleiter – keine weitere Assistenz benötigt.
  • BLDR – Blinder oder sehbeeinträchtiger Fluggast ohne Blindenhund oder Begleiter – Begleitung vom Terminal zum Flugzeug und zurück erforderlich.
  • BLSC – Blinder oder sehbeeinträchtiger Fluggast mit Begleiter – keine weitere Assistenz benötigt.
  • DMAA – Fluggast mit intellektuellen Einschränkungen, der Sicherheitsanweisungen versteht und umsetzen kann – keine persönliche Assistenz, aber Begleiter vom Terminal zum Flugzeug und zurück benötigt.
  • DEAF – Fluggast taub.
  • ESAN – Fluggast reist mit Hund zur psychischen Unterstützung.
  • MAAS – Fluggast benötigt Hilfe bei der Gepäckausgabe und bei Anschlussflügen, auch in Verbindung mit BLIND und DEAF.
  • MEDA – Medizinisches Gerät mit Sauerstoff.
  • PPOC – Fluggast mit geprüftem tragbaren Sauerstoffkonzentrator.
  • SVAN – Fluggast mit Diensthund.
  • WCOB – Fluggast mit Rollstuhl an Bord – benötigt Assistenz an Bord.
  • WCHR – Rollstuhl zur Rampe – Fluggast kann Stufen überwinden und selbständig in der Kabine bewegen, benötigt aber Assistenz bis zum Flugzeug.
  • WCHS – Rollstuhl oberhalb Stufen – Fluggast kann keine Stufen überwinden, aber selbständig in der Kabine bewegen.
  • WCHC – Rollstuhl an Bord – Fluggast benötigt Onboard-Rollstuhl und muss umgesetzt werden.
  • WCMP – Manueller Rollstuhl ohne Batterie.
  • WCBD – Rollstuhl mit Trockenzellen-Batterie.
  • WCBW – Rollstuhl mit Nasszellen-Batterie.

Euer behindert-barrierefrei Team

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