Perspektivwechsel – Rollstuhl- und Blindenparcours in Bremen

Zwischen Ausgrenzung und Teilhabe liegen manchmal nur wenige Zentimeter. Und das im wahrsten Sinne des Wortes – jedenfalls für die rund 1,6 Millionen Rollstuhlfahrer in Deutschland. Denn wo Rampen und Lifte fehlen, werden Stufen und Bordsteinkanten zum schier unüberwindbaren Hindernis.

Um die alltäglichen Hürden für behinderte Menschen eindrücklich zu vermitteln, haben die Bremer Straßenbahn AG (BSAG), der Verein „Freunde der Bremer Straßenbahn“, die AOK Bremen/Bremerhaven, die Hochschule Bremen, der Verein „Selbstbestimmt Leben“ und das Sanitätshaus Martens gemeinsam das Projekt Rollstuhl-Parcours ins Leben gerufen.

Für alle, die erfahren wollen, wie Menschen mit Handicap die Herausforderungen des Alltags meistern.

An jedem 2. und 4. Mittwoch im Monat ab 11 Uhr
Achtung, Termine nur mit Voranmeldungen zu den Öffnungszeiten des Museums

Für alle, die erfahren wollen, wie Menschen mit Handicap die Herausforderungen des Alltags meistern.
Trauen Sie sich, wir freuen uns auf Sie!

Adresse:
Halle im Tabakquartier
Reservierungen per E-Mail: Perspektivwechsel@shmartens.de

Quelle 2015

Für Euch recherchiert
Euer behindert-barrierefrei Team


Ergänzung/Aktualisierung März 2020:

Unter der Federführung von Prof. Dr.-Ing. Carsten-W. Müller von der Hochschule Bremen kamen die Einrichtungen zusammen. Am Anfang stand der Leitsatz, dass angehende Ingenieurinnen und Ingenieure, die Straßen, Räume und Plätze bauen sollen, unbedingt ein Gefühl dafür haben müssen, wie es Menschen mit Handicap geht, die das später benutzen sollen.

Das Ganze ist kostenlos, weil jede der beteiligten Institutionen etwas dazu gibt, ohne dass Geld fließen muss. Die BSAG nutzt es für ihre Fahrerschulungen, das Sanitätshaus für Schulungen auf Rollstühlen usw.; Selbstbestimmt Leben unterstützt das durch einen Instruktor, der durch die Perspektive des Rollstuhlfahrers sehr authentisch mithilft, das Erlebnis zu vermitteln. Vereine, Gruppen, mehrere Einzelpersonen können sich melden, einen Termin abmachen und den Parcours unter Anleitung benutzen.

Die Freunde der Bremer Straßenbahn sind lange Zeit das Dach über dem Kopf gewesen, durch den Abriss des Depots Gröpelingen und Verlagerung von Teilen von dort nach Sebaldsbrück gibt es dort aber vorübergehend keine Platz für den Parcours, weswegen der Rollstuhlparcour in eine Halle im Tabakquartier ausweichen musste, die aber glücklicherweise zu einem symbolischen Preis zu mieten ist.

Mittlerweile führen Studierende des Bereichs Bauingenieurswesen 3 – 4 mal im Monat Menschen in Gruppen über den Parcours, der jetzt auch eine Einheit für Blinde mit Bodenindikatoren enthält.
Derzeit findet die Termine im Tabakquartier statt, was  über die Website des SH Martens geregelt wird.

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