Luft- und Raumfahrt Elektroniker Martin Ebner baut Rollstuhl fürs Gelände

Ein Tüftler hat in der Fränkischen Schweiz ein Off-Road-Fahrzeug entwickelt, das aussieht wie eine Kombination aus Rollstuhl und Panzer. Nach bisherigen Modellbauten hat das Gefährt nun seinen ersten Praxistest absolviert.

Der gelernte Luft- und Raumfahrt Elektroniker Martin Ebner gibt seinem Nachbarn letzte Anweisungen. Dann ruckelt das Kettenfahrzeug mit fünf Stundenkilometer eine steile Straße hinauf. Sinn und Zweck des ungewöhnlichen Gefährtes: Eine Spritztour im Grünen für Gehbehinderte.

Nach dem Modell aus Holz folgt der Prototyp

Über ein Jahr hat Ebner in Muggendorf (Lkr. Forchheim) das Fahrzeug entwickelt und an ihm gebastelt. Weil er sich nicht in Unkosten stürzen wollte, habe er aus Holz ein Modell gebaut – und nicht wie gewöhnlich, eine Computeranimation erstellt. Schließlich hat er das Fahrzeug dann gebaut. Rund 5.000 Euro hat ihn das bisher gekostet.

Reichweite des Rollstuhls noch ausbaufähig

Nun ist der Prototyp fertig: ein Sessel auf Panzerketten. Angetrieben wird das Gefährt von einem Elektromotor. Ein paar Mankos hat der Gelände-Rollstuhl allerdings noch. Die Reichweite sei bei 20 Minuten Akkudauer noch zu gering für eine Tagestour in der Fränkischen Schweiz. Wenn Ebner solch ein Fahrzeug vermieten will, dann sollte es eine Strecke von 30 Kilometern zurücklegen können, so Ebner.

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3 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Ich denke das Gerät ist total überflüssig.
    Ich bin regelmässig mit meinem Rollstuhl im extremen Gelände unterwegs. Habe einen Swiss Trac als Zugmaschine vorgespannt.
    Selbst die sächsische Schweiz mit kilometerlangen Steigungen und wirklich unwegsamen Gelände waren im letzten Urlaub für mich kein Hinderniss.
    Was nützen mir Akku Kapazitäten von 20 Minuten, wenn ich zudem womöglich auch noch einen Anhänger brauche um meinen „Panzer“ zu transportieren.
    Dinge, die die Welt nicht braucht…..

    Antworten
  • Thomas Nielebock
    9. Juli 2020 13:38

    Finde das Teil interessant! Erinnert mich irgendwie an eine Light-Version des Ziesels!
    Die Breite könnte unter Umständen ein Problem sein, und das nicht nur für eine eventuelle Beförderung/Transport. Manche Zugänge zu Wegen sind doch recht schmal bzw mit einem Pfosten eingeengt, und dann hat man Probleme…

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  • Michele Vitiello
    2. Juli 2020 17:21

    Alles wird am Preis hängen den die Krankenkasse wird das Gerät nicht Bezahlen und dann müssen wir es kaufen.

    Großes Interesse Besteht.

    Antworten

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