Inklusion: Die kleine Lilli meistert den Schulalltag

Heike Deckert ist Schulbegleiterin des Mädchens mit Down-Syndrom.

Neuss. Heike Deckert geht seit dem vergangenen Sommer wieder zur Grundschule. Die dreifache Mutter ist keine Lehrerin, sondern Integrationshelferin – oder, vereinfacht ausgedrückt, Schulbegleiterin der kleinen Lilli an der Gemeinschaftsgrundschule St. Konrad.

Treffpunkt mit der Siebenjährigen, die mit dem Down-Syndrom lebt, ist jeden Morgen auf dem Schulhof. „Als Betreuerin bin ich immer dabei“, sagt die 51-Jährige. „Ich unterstütze sie beim Rechnen und Schreiben, helfe beim An- und Umziehen, und beim Schwimmunterricht bin ich sogar mit im Wasser.“

„Die ersten Tage waren schon sehr aufregend. Aber man wächst schnell in die Aufgabe hinein.“

Beworben hat sich Deckert im vergangenen Jahr bei der Lebenshilfe Neuss, die das Inklusions-Angebot der Schulbegleitung für Schüler mit Behinderung an Regel- und Förderschulen anbietet. „Je nachdem, wie das Kind unterstützt werden muss, sind besondere Qualifikationen nicht notwendig. Entscheidend ist der Umgang mit den Kindern“, erklärt Hannah Franke von der Lebenshilfe.

Nach einem Vorstellungsgespräch und einer Hospitation – oder wie bei Erstklässlerin Lilli einem Hausbesuch bei den Eltern – werden die Schulbegleiter dann zugeteilt. „Die ersten Tage waren schon sehr aufregend“, sagt Deckert mit Blick zurück auf den Start. „Aber man wächst schnell in die Aufgabe hinein. Ich fühle mich sehr wohl.“

Lilli und ihre Betreuerin sind ein eingespieltes Duo

Auf die Frage, ob sie gut mit Heike Deckert zurecht komme, beginnt Lilli zu lachen: „Ja“, sagt die Schülerin. Sie geht gerne zur Schule – genau wie ihre Schulbegleiterin. „Lilli und ich verstehen uns einfach gut“, sagt Deckert. „Ich halte integrativen Unterricht an einer Regelschule für besser als an einer Förderschule. Dass Lilli so einen guten Draht zu ihrer Begleiterin hat, beruhigt mich außerdem sehr“, sagt Mutter Daniela Scholz.

Für Sie recherchiert

Ihr behindert-barrierefrei Team

 

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