Handbikerin Nadia Schumacher aus Würzburg fährt 545 km durch Norwegen in 34 Stunden

Als erste Handbikerin ins Ziel beim Styrkeprøven
Nadia Schumacher aus Würzburg fährt 545 km durch Norwegen in 34 Stunden

Trondheim/Oslo/Würzburg – Die Würzburgerin Nadia Schumacher hat als erste Frau im Handbike am 49. Store Styrkeprøven, dem bekannten Langstrecken-Radrennen in Norwegen, teilgenommen und die 550 Kilometer von Trondheim nach Oslo in nur 34:06:03 Stunden bewältigt. Eine sensationelle Leistung der 37-Jährigen, die zuletzt als schnellste Handbikern das Gelbe Trikot beim NHC-Cup 2014 erkämpfen konnte.

Handbikerin

„Große Kraftprobe“ bedeutet „Store Styrkeprøven“ auf norwegisch – und dieser Name macht dem Radmarathon, der jährlich zur Sommersonnenwende ausgetragen wird, auch alle Ehre: Die 550 Kilometer lange Strecke, die weitgehend auf der E6 über Lillehammer führt, überwindet insgesamt 3400 Höhenmeter. So verwundert es nicht, dass für viele Teilnehmer – größtenteils Amateursportler – das Ankommen alleiniges Ziel ist.

Unter den 6000 Bikern, die sich am 19. Juni 2015 an den Start begaben, befand sich erstmals auch eine Handbikerin: die Würzburgerin Nadia Schumacher aus dem Team Radsport Rhein-Neckar. Die beidseitig beinamputierte Fitness-Ökonomin fährt seit 2011 das handbetriebene Liegefahrrad.

Ihre bisher längste Distanz fuhr sie im letzten Jahr bei der Mecklenburger-Seen-Runde (320 Kilometer). Nach rund 34 Stunden gelang ihr als erste Handbikerin in der Geschichte des Styrkeprøven die Ziellinie zu überfahren. Morten Mørk, Cheforganisator des Rennens: „Wir sind alle von Nadia Schmacher begeistert. Sie ist eine fantastische Vertreterin für Deutschland und sie ist ein Inspiraton für uns alle.“

Wetter wichtiger Faktor – Dankbar für wunderbare Unterstützung

Inzwischen ist Nadia Schumacher wieder in Würzburg und im Alltag gelandet, auch erholen konnte sie sich mittlerweile von den körperlichen Strapazen. „Der Schlafmangel und die Kälte setzen einem schon sehr zu“, erzählt Schumacher. „Dabei hatten wir großes Glück mit dem Wetter: Es blieb während des gesamten Rennens trocken – bei Nässe wäre ich vielleicht nicht durchgekommen“.

Ihr Dank gilt ihrem „Service-Team“, bestehend aus Ehemann Matthias Schumacher und Arbeitskollege Daniel Schmitt (alle drei sind beim Sanitätshaus HAAS in Würzburg-Estenfeld beschäftigt) sowie natürlich ihren Coaches Dr. Ralf Lindschulten (unter anderem Leistungssportkoordinator beim Behinderten-Sportverband Niedersachsen e.V.) und Errol Marklein (erfolgreicher Behindertensportler). Darüber hinaus wurde sie von mitfahrenden Bikern und Zuschauern besonders kräftig angefeuert: Ein Norwegischer Fernsehsender hatte am Vorabend zum Rennen darüber berichtet, dass Nadia Schumacher als erste Frau im Handbike teilnehmen würde.

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