Ein elektrisches Fahrzeug als Sharing-Modell für Rollstuhlfahrer

Sharing für Rollstuhlfahrer

Auf der Technikmesse Gitex in Dubai zeigen Italdesign und Etisalat eine Idee für Menschen mit eingeschränkter Mobilität: Ein elektrisches Fahrzeug als Sharing-Modell für Rollstuhlfahrer.

Die Gesellschaft altert. Nicht nur in Japan und Europa, sondern weltweit. Das führt zu neuen Ideen und Geschäftsmodellen, wie aktuell auch auf der Gitex Technology Week, einer Technikmesse in Dubai zu sehen ist. Die staatliche Gesellschaft für Telekomunikation in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Etisalat, zeigt dort ein Sharing-Modell für Rollstuhlfahrer.

Das WheeM-i genannte Fahrzeug, das im Rahmen eines vom Autohersteller Toyota ausgerufenen Wettbewerbs entstand, wurde von Italdesign für Etisalat entworfen. Der Name WheeM-i steht für Wheelchair Mobility Interface. Vor allem für Stadtgebiete dürfte der elektrische Rollstuhl geeignet sein, der nach Angaben seiner Erbauer auch Funktionen zum autonomen Fahren bietet.

Stationsgebundenes Sharing-Modell

Das Sharing-System für WheeM-i soll den eigenen Rollstuhl des Nutzers mit integrieren. Über ein App lässt sich ein Fahrzeug reservieren, während man zum Beispiel mit dem Rollstuhl in einem Pendelzug sitzt. Am Zielort kann man dann mit dem Rollstuhl in das WheeM-i-Fahrzeug einfahren. Ein Wechsel des Fahrzeugs ist also nicht nötig, was für die Nutzer oftmals körperlich auch gar nicht möglich wäre.

Die Planungen von Italdesign und Etisalat sehen ein stationsgebundenes Sharingsystem vor. In den Stationen dürften die WheeM-i-Rollstühle auch aufgeladen werden.

Einen konkreten Marktstart für das Rollstuhl-Sharing machen die Unternehmen auf der Messe noch nicht. Italdesign, eine Volkswagen-Tochter, möchte sich damit vor allem als Dienstleister für Mobilitätslösungen jenseits der klassischen Automobil-Denkmuster darstellen. Im Jahr 2018 zeigten die Italiener mit Pop.Up ihre Vision eines elektrisch angetriebenen Flugtaxis.

FAZIT

Das elektrische Kurz- und Mittelstreckenfahrzeug für Rollstuhlfahrer ist eine interessante Idee. Menschen mit eingeschränkter Mobilität dürften damit in städtischen Gebieten auch Strecken zurücklegen können, für die bislang ein Taxi gerufen werden musste.

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