Erwerbsunfähigkeitsrente Antrag EU Rente

Wie beantrage ich am besten eine Erwerbsunfähigkeitsrente?

Man sollte sich unbedingt vor Antragstellung der EU-Rente beraten lassen.
Hier einige Möglichkeiten:

  • Zuständige Rentenversicherung
  • Rathaus (Bürgerbüro)
  • Zuständige Krankenkasse
  • Rehaeinrichtungen
  • Behandelnde Ärzte

Wo beantrage ich die Erwerbsunfähigkeitsrente (EU Rente)?

Beantragen kann man die Erwerbsunfähigkeitsrente nur schriftlich bei seinem Rentenversicherungsträger und bekommt eine Zusage für längstens 3 Jahre. Danach wird der „Gesundheitszustand“ noch einmal überprüft und auch der Rentenanspruch wird noch einmal überprüft. Dies darf höchstens 2 Mal wiederholt werden, bis die Rentenkassen einen unbefristeten Rentenbescheid ausstellen müssen.

In Ausnahmefällen wird auch sofort ein unbefristeter Rentenbescheid ausgestellt.

Tipp:

Da immer eine Rehabilitation vor Rente steht, ist es sehr sinnvoll, zu Beginn der Reha-Maßnahme mit dem behandelnden Arzt zu reden, dass man einen Antrag auf EU-Rente stellen will.

Waren Sie mehr als sechs Monate ununterbrochen krank geschrieben oder gar in einem Kalenderjahr zweimal zur Rehabilitation ohne dass eine Verbesserung Ihres Gesundheitszustandes erreicht wurde, erhalten Sie höchstwahrscheinlich eine EU Rente, wenn Ihre Leistungsfähigkeit unter sechs (oder drei) Stunden beträgt.

Die Reha-Einrichtung wird automatisch ein Gutachten erstellen, das die Leistungsfähigkeit per Gutachten prüft.

Das Gutachten wird dann dem Rentenversicherungsträger mitgeteilt.

Während Ihres Reha-Aufenthalts ist es dann sehr wichtig, allen behandelnden Therapeuten glaubhaft zu vermitteln, dass ihre Leitungsfähigkeit unter drei oder unter sechs Stunden täglich beträgt.

Am Ende ihres Reha-Aufenthalts erfahren Sie im Abschlussgespräch Ihres Arztes ihre begutachtete Leistungsfähigkeit.

Darauf stellen Sie den Antrag bei der zuständigen Rentenversicherung.

Erwerbsunfähigkeitsrente Vorraussetzung EU-Rente

Erwerbsminderungsrente

Erwerbsminderung im Sinne der Rentenversicherung liegt vor, wenn die Leistungsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen eingeschränkt ist. Hierbei wird zwischen einer teilweisen und einer vollen Erwerbsminderung unterschieden.

Eine teilweise Erwerbsminderung liegt vor, wenn der Versicherte wegen Krankheit
oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit nur noch 3 bis unter 6 Stunden täglich
im Rahmen einer 5-Tage-Woche erwerbstätig sein kann.

Eine volle Erwerbsminderung liegt vor, wenn Versicherte wegen Krankheit oder
Behinderung unter den üblichen Bedingungen auf nicht absehbare Zeit nur noch weniger als 3 Stunden täglich im Rahmen einer 5-Tage-Woche erwerbstätig sein können.

Vorraussetzung:

Um eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit beantragen zu können,
müssen Sie der gesetzlichen Rentenversicherung mindestens fünf Jahre lang angehört haben. In den letzten fünf Jahren vor dem Eintritt der Erwerbsminderung
müssen Sie mindestens 36 Monate Pflichtbeiträge geleistet haben. Von dieser Regel
gibt es aber Ausnahmen, z.B. zu Gunsten von behinderten Menschen und Versicherten, die durch einen Arbeitsunfall erwerbsgemindert wurden.

Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten

Ebenso wie bei einer vorzeitig in Anspruch genommenen Altersrente müssen auch
die erwerbsgeminderten Arbeitnehmer mit Abschlägen rechnen, wenn sie die Rente vor dem 63. Lebensjahr in Anspruch nehmen.

Der Abschlag beträgt 0,3 % für jeden Monat des Rentenbeginns vor dem 63. Lebensjahr.
Mehr als 10,8 % Abschlag von der Rente gibt es aber in keinem Fall.

Aufgrund der demografischen Entwicklung wird die verminderte Erwerbsfähigkeit ab dem Jahr 2012 stufenweise auf das 65. Lebensjahr angehoben.

Tipp:

Beim Beantragen der Rente sollte man daran denken, dass man sie erst ab dem 7. Monat nach dem Erwerbsminderungsgrund beziehen kann. Stellen Sie den Antrag also innerhalb eines halben Jahres nach der Erkrankung bzw. dem Unfall.

Tut man das erst später, wird die Rente erst ab dem Monat (rückwirkend) gezahlt, in dem der Antrag eingereicht wurde.

Den Schutz des ursprünglichen Berufes gibt es mit dieser Rente nicht mehr bzw. nur für Personen die vor dem Januar 1961 geboren wurden.

Euer behindert-barrierefrei Team

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